NISTKASTEN


Verwundert durch die liebevolle Machart und zugleich fasziniert von ihrer vermenschlichten Formgebung sind mir die Behausungen - als sichtbar gemachte Verstecke - immer wieder aufgefallen. Es haftet ihnen etwas Heimeliges und Gemütliches, aber auch Geheimnisvolles an. Inszeniert aus der Dunkelheit heraus: sachlich und kühl, wie im Mondschein, um den Blick für die architektonische Vielfalt und die Spuren der Verwitterung, die das einzelne Objekt zum Unikat werden lässt, zu schärfen. Zudem weisen die Fotografien auf den Innenraum, dessen Eingang allerdings genauso düster ist, wie die Ungewissheit der nachtschwarzen Umgebung. So erzählt jedes eine eigene Geschichte vom Zusammenwirken von Mensch und Tier und von der Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit. Fabian Scherrer, Berlin

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